19 März 2007

CeBIT

Noch ein Wort aus den Anfängen – Ohne Anglizismen!

Das ist Unglaublich in unserer „verdenglischten“ Zeit:



CeBIT heißt:



Centrum der Büro- und Informationstechnik

Baby aus dem Hochhaus geworfen…

Wie verzweifelt muss man für eine solche Tat, wie diese am letzten Samstag sein? Was treibt einen Menschen zu diesem Tun? Warum erkennen wir die verzweifelten Signale nicht. Ist das wieder eine Folge der fehlenden Solidarität? Die Menschen dort in der Gegend von Hamburg-Osdorf sind meist mit eigenen Problemen beschäftigt. „Wir vermuten eine Verzweiflungstat“ meine die Polizeisprecherin Trotzdem will ich es einfach nicht verstehen, dass ein kleines Leben so herzlos ausgelöscht wurde.

15 März 2007

Unternehmensteuerreform – Wer hat die Vorteile?

Die nächste Reform, die Ausfälle für die Regierung bedeuten und die Arbeitnehmer wieder zahlen müssen.

Ich denke wir hätten, wie Profalla es ins Land posaunt hat, einen Bilderbuchaufschwung? Nun es sieht ein wenig besser aus, als noch vor einem Jahr, aber wer musste das bezahlen? Warum müssen wir nun den Unternehmen nochmals eine erhebliche Entlastung hinterherwerfen? Wäre es nicht besser gewesen, wenn überhaupt, diese Unternehmensentlastung dann anzubieten, wenn die guten Daten mal wieder stocken!?

Wie viele Kröten müssen wir noch schlucken, bis es reicht?

11 März 2007

Dank Angela und „Busenfreund Bush“ haben wir nun den Terror…?

Jetzt tritt genau die Phase ein, wovor uns Oskar Lafontaine (Linke) immer warnte. Wir treten, dank den Kriegseinsätzen die von unserer Regierung inszeniert und genehmigt wurden, immer mehr ins Fadenkreuz des Terrors!

Der am Samstag im Internet veröffentlichte Film, der sich gegen Deutschland und Österreich wandte, enthält neben einem arabischen Text, der von einem vermummten Sprecher in einem modern gestalteten Nachrichtenstudio verlesen wird, Untertitel, in denen die Position der Gruppe in fehlerfreiem Deutsch präsentiert wird. Zudem beziehen sich die Urheber auf die deutsche Debatte über den Afghanistaneinsatz, etwa indem sie das Titelblatt der "Bild"-Zeitung mit den Fotos von deutschen Soldaten mit Totenschädeln zeigen.

Optisch folgt das Video den Präsentationsformen moderner Nachrichtensendungen, wenn es am Anfang heißt: "Stimme des Kalifat Kanal präsentiert". Der Sprecher sitzt an einem modernen Tisch und wird durch Schnitte aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt. Er beginnt seinen Text mit der traditionellen muslimischen Formel "Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen". Anschließend kündigt er "eine Nachricht an die Regierungen von Deutschland und Österreich" an.

Während im gesprochenen Text Deutschland und Österreich mit Anschlägen gedroht wird, wenn sie ihre Truppen nicht abziehen, sind die Untertitel im Ton weniger aggressiv. "Der weise Mensch zerstört seine Sicherheit nicht durch seine eigenen Hände", heißt es. "Wir fragen uns: Was hat Deutschland für einen Nutzen davon, dass es 2750 Soldaten als Unterstützung für die Nato-Truppen schickt, um die Lügen von Bush und seiner Bande zu verteidigen? Und welche Nutzen hat Deutschland davon, dass die Regierung eine grenzenlose Unterstützung für Bush und seine Bande versprach." Dies spielt offenbar auf die "uneingeschränkte Solidarität" an, die der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder den USA nach den Anschlägen vom 11. September 2001 zusagte.

Der Bundesregierung wird in den Untertiteln vorgeworfen, sie habe ihr Volk angelogen, "als sie sagte, dass die Teilnahme der Deutschen bei den Nato-Truppen für den Wiederaufbau gedacht ist! Ihre größte Lüge war die Behauptung, dass sie ihre Soldaten nach Afghanistan schicken würden, um terroristische Angriffe in Deutschland zu vermeiden!" An einer Stelle ist sogar eine Art Ironie erkennbar: Unter dem Bericht über die umstrittenen Totenschädelfotos heißt es: "Die deutschen Medien berichteten über die Art und Weise, wie die deutschen Soldaten für Sicherheit sorgen."

Das Video wurde auf einer von Extremisten benutzten Internetseite veröffentlicht (also sollte durchaus sehr ernst genommen werden), auf dem auch das Video der Entführer von zwei Deutschen im Irak verbreitet wurde, die mit der Tötung der Geiseln drohen, wenn die Bundeswehr nicht aus Afghanistan abzieht.

Gehrke: Hessische Abgeordnete der GRÜNEN stimmen geschlossen für Tornado-Einsatz in Afghanistan

Zum Abstimmungsverhalten der hessischen Bundestagsabgeordneten der GRÜNEN
zum Einsatz der Bundeswehr-Tornados in Afghanistan erklärt der hessische
Bundestagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE., Wolfgang Gehrcke:

Mit ihrer geschlossenen Zustimmung zum Einsatz von Bundeswehr-Tornados in
Afghanistan sind die hessischen GRÜNEN von einer Friedens- zu einer
Kriegspartei geworden. Wer sich noch der Hoffnung hingegeben hat, die
hessischen GRÜNEN könnten zu ihrer früheren Friedenspolitik zurückfinden,
nachdem nun der Druck weggefallen ist, die rot-grüne Koalition um jeden
Preis zu erhalten, sieht sich getäuscht.

Es erstaunt mich nicht, dass alle fünf grünen Bundestagsabgeordneten aus
Hes-sen dem Tornado-Einsatz zugestimmt haben, während immerhin knapp die
Hälfte der Abgeordneten der Gesamtfraktion der GRÜNEN ihre Zustimmung
verweigerte. Ich habe es den hessischen GRÜNEN immer zugetraut, bei allen
Militäreinsätzen ,Hurra' zu rufen. Beim Tornado-Einsatz war ich allerdings
unsicher: Auch die hessischen GRÜNEN mussten sich zwischen der Autorität
ihrer Parteivorsitzenden Claudia Roth und der ihrer Fraktionsführung, Renate
Künast und Fritz Kuhn, ent-scheiden. Die Fraktionsdisziplin hat gesiegt.

Da lobe ich mir die drei von 16 hessischen Abgeordneten der SPD, die gegen
den Einsatz gestimmt haben. Selbst einer der fünf hessischen
FDP-Abgeordneten hat diesen Kriegseinsatz abgelehnt.

Die hessischen GRÜNEN müssen nun gegenüber der Friedensbewegung und ihren
eigenen Mitgliedern rechtfertigen, weshalb sie diesem Einsatz zugestimmt
haben, durch den Deutschland endgültig zur Kriegspartei in Afghanistan
geworden ist.

Ich selbst werde sie im bevorstehenden Landtagswahlkampf in Hessen darüber
befragen. Bei Friedensdemonstrationen wird dies aber wohl leider nicht
möglich sein, denn bei solchen Anlässen habe ich schon lange keine namhaften
GRÜNEN aus Hessen mehr gesehen.

Wahlkreisbüro
Wolfgang Gehrcke
Mitglied des Deutschen Bundestages

Wahlkreismitarbeiter: Dr. Achim Kessler
Große Seestraße 29, 60486 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 71 67 97 03
Fax: (069) 71 67 97 05
Mail: wolfgang.gehrcke@wk.bundestag.de

Was haben wir nur für eine Demokratie in unserem Land?

83% der Bundesbürger sind gegen die Rente mit 67 – Am letzten Freitag wurde sie beschlossen, trotz Proteste aus der Opposition, den Gewerkschaften und Bürgern. Sogar auf der Besucherterrasse machten einige ihrem Protest Luft!

Weiter geht’s mit dem „Abnicken der Bundeswehr-Einsätze“. Obwohl hier 77% der Bürger gegen den Tornado-Einsatz sind wurde dieser unter Protest der Linken, abgenickt! Selbst die Grünen, die ja ehemals eine „Friedenspartei“ war, hat dem Tornadoeinsatz mit zugestimmt. Aus Grün ist doch Olivgrün geworden… Wie schon einmal berichtet!

Dabei ist der Tornado-Einsatz so unnötig wie ein Kropf. Wie man aus US-Kreisen hört, verfügen die USA längst über gleiche Technik und nutzen diese „Das ist eine Feigenblatt-Aktion der Deutschen“ – So wurde gesagt, „Um eben auch im Süden Afghanistans mitzumischen!“.

Es erhöht jedoch die Terrorgefahr in unserem Land. Gerade heute gab es die erste, noch unbestätigte Meldung.

Vielen Dank Angela. Was ist das für eine Demokratie in unserem Land???

Aber das hatte ja Frau Merkel, unsere derzeitige Klima und EU-Expertin, schon einmal gesagt „Deutschland hat kein Recht auf Demokratie!“ Dazu hab ich das im Netz aus 2005 gefunden:



Was Frau Angela Merkel doch so alles von sich gibt:

Lieber Helmut Kohl, ich danke Ihnen für den eindrucksvollen Blick auf das Erbe unserer Partei. Wir alle haben gespürt: Hier spricht jemand, der ein wesentliches Stück der Geschichte unserer Partei und unseres Landes verkörpert. Hier spricht jemand, der mehr als jeder andere unsere Partei mit geprägt hat. Lieber Helmut Kohl, ich danke Ihnen dafür. Wir sind froh, dass Sie zu uns gehören.
(...)
60 Jahre CDU - das sind 60 Jahre Zukunft.
(...)
Das Grundgesetz, die Soziale Marktwirtschaft, die duale Berufsausbildung oder die deutsche Universitätsidee - das sind auch Inspirationen für andere Länder gewesen.
(...)
Politik ohne Angst. Politik mit Mut - das ist heute erneut gefragt. Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.

(Quelle:
http://www.angela-merkel.de/termine/57_477.htm

Erst FDJ-Sekretärin, '89 schnell beim Demokratischen Aufbruch aufgesprungen, gleich darauf bei der CDU eingetreten und schließlich Vize-Vorsitzende, Generalsekretärin und Vorsitzende der CDU Deutschlands. In höchsten Parteiämtern angekommen soll ausgerechnet sie es gewesen sein, die anscheinend - oder doch eher nur scheinbar? - von all den Schwarzgeldschiebereien nichts gewußt haben will!?
Jeder wußte es, nur Merkel stand da mit ihrer blütenschwarzen Weste, und wenn sie heute den überaus vergeßlichen Helmut "Black-out" Kohl in lobenden Tönen erwähnt, so scheint sie ihm eigentlich nie von der Seite gewichen zu sein. Der Kabarettist Volker Pispers sagte süffisant, dies sähe der Berufsverband der Schwerverbrecher ähnlich, als Merkel auch noch die Ansicht vertrat, daß es umso schwieriger wäre, sich an Parteispenden-Gesetze zu halten, je härter sie gefaßt seien.
Daß sie schließlich noch selbstherrlich in Bushs Arme flog und ihm erklärte, daß nicht alle Deutsche so denken, nachdem Schröder eine Teilnahme am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak abgelehnt hatte, setzte der Sache beinahe die Krone auf. Gerne hätte ich es gesehen, wenn man sie für dieses Verhalten angeklagt hätte: wegen Verstoßes gegen Artikel 26, Abs. 1 des Grundgesetzes. (Art. 26 "Verbot der Vorbereitung eines Angriffskrieges", (1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.)

Oben schrieb ich: "setzte der Sache beinahe die Krone auf". Denn die Krone setzt sie sich nun als unsere neue Führerin auf, denn wir hätten "keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit". Wirklich nicht? Das Grundgesetz sieht das ein bißchen anders: Artikel 20 "Grundlagen staatlicher Ordnung, Widerstandsrecht", (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
Nach Kohl & Co. haben Schröder & Co. weiterhin eifrig das Soziale abgesägt; Merkel möchte das nun offenbar bei unserem Anspruch auf Demokratie tun.

Es heißt, daß viele Erwachsene, die in ihrer Kindheit geschlagen wurden, später ihre eigenen Kinder schlagen. Und wenn ich bedenke, daß Angela Merkel ihre Kindheit in einer Diktatur verbrachte...

Marco

PS: Auch aus Merkels Rede:

Und wieder gegen erbitterten Widerstand hat Helmut Kohl am Nato-Doppelbeschluss und an der Nachrüstung festgehalten. Heute wissen wir: Die Wiedervereinigung unseres Landes wäre ohne diese Konsequenz im Denken und Handeln nicht denkbar gewesen.

Das klingt beinahe wie Geißlers unsäglicher Satz, daß erst der Pazifismus der dreißiger Jahre Auschwitz möglich gemacht habe. Auch Merkel ignoriert die demonstrierenden Pazifisten und zeigt damit deutlich, was sie von Menschen hält, die ihr Recht auf Protest wahrnehmen.


Quelle dieses Textes: http://www.wer-weiss-was.de/theme183/article2989578.html

Ich würde mich über „französische Verhältnisse“ hier einmal freuen. Natürlich müssen nicht gleich Mülltonnen oder Autos brennen! Der Protest muß jedoch vom Volke kommen und das System einmal lahm legen, auch wenn das den Verfassungsschutz auf den Plan ruft. Denn wer gegen die Regierung protestiert, wird vom Staatsschutz schon mal überprüft. Man lese nur mal den letzten Verfassungsschutzbericht 2005 (PDF).


Seite 158 – 4. Absatz – Auf dem Katja Kipping (Linkspartei) zum „Protest auf der Strasse“ aufrief und deswegen vom Verfassungsschutz überwacht wird. Also Protest oder gar Kritik am kapitalistischen System ist in diesem Land nicht erlaubt!

Deswegen frag ich mich nochmals – WAS FÜR EINE DEMOKRATIE HABEN WIR HIER?

08 März 2007

Krise der SPD – Nur noch eine „Viertel-Volkspartei“?

Ich habe im Netz einen schönen Kommentar zur Krise der SPD, die nochmals 4 Punkte bei der letzten Sonntagsfrage verloren hatte und nun auf nur noch 25 % beim Volke in der Gunst steht:


Die Sozialdemokraten, Mitglieder einer Partei, die durch Beck, Müntefering und Struck repräsentiert wird, sollten ihrem Herrgott auf Knien danken, dass immerhin noch 25% der Wähler bereit sind, der SPD die Stimme zu geben.

Wer sich die Agenda 2010 von der Bertelsmann Stiftung schreiben lässt, Hartz(!) IV und Rente mit 67 zu verantworten hat, sollte froh sein soviel Stimmen wie in Sachsen - weniger als 10% - zu erreichen. Sie surfen mit Sinn und Raffelhüschen auf der Westerwelle - und wenn die am Strand ( in der nahen Zukunft) ausläuft bleibt nur etwas Schaum und Unrat zurück. Wenn man sich den Beck ansieht: Vielleicht mal waschen und rasieren?


Das sagt viel über die SPD aus. Die Rente mit 67 Jahren zum Beispiel lässt sich an der Basis so gut verkaufen wie eine Wärmflasche in der Wüste. Oder auch die jüngste Krise in Hamburg. - Traurig, was aus der Partei „des kleinen Mannes“ geworden ist. Durch das strikte ablehnen der Kurskorrektur und einer Koalition mit der immer stärker werdenden Linkspartei, wird die SPD dann mehr und mehr der „Juniorpartner“ der CDU. Sie hat nichts zu sagen und darf „ein bisschen mitregieren – ganz auf neoliberaler Linie mit der Union“! – Das ist nun die Quittung für das abrutschen der SPD immer mehr nach rechts…


06 März 2007

Gottschalk in "Bild": Outfit versus Hartz IV-Witz?

Pressemeldung des Erwerbslosen Forum Deutschland


Gottschalks Entschuldigung gegenüber der Bild-Zeitung: Outfit versus Hartz IV-Witz


ZDF will auf Kritik des Erwerbslosen Forums an Gottschalk reagieren


Mainz/Bonn. Das ZDF will auf die Kritik des Erwerbslosen Forums Deutschland an der abfälligen Bemerkung von "Wetten, dass..?" -Moderator Thomas Gottschalk über Hartz IV-Betroffene reagieren. Die Initiative hatte am Sonntag in einem offenen Brief an ZDF-Intendant Markus Schächter eine offizielle Entschuldigung gefordert. Dies bestätigte ein Sprecher des ZDF gegenüber der Nachrichtenagentur ddp. Der Inhalt würde allerdings von Seiten des ZDF vorab nicht öffentlich gemacht.


Ob die Angelegenheit zwischen ZDF-Chef Schächter und Gottschalk noch einmal speziell besprochen wird, wurde nicht bekannt. Die beiden stünden in ständigem Kontakt, sagte der Sprecher. Ein «Informationsdefizit» werde es nicht geben. Gottschalk hatte am Samstagabend im Zusammenhang mit einer Wette mit Bierbüchsen gesagt, Bierdosen seien doch Hartz IV-Stelzen. In der Show hatte er sich dafür bereits halbherzig entschuldigt. Das Erwerbslosen Forum Deutschland, das dadurch Hartz IV-Betroffene indirekt als "Säufer" abgestempelt sah, reichte dies aber nicht aus.


Thomas Gottschalk sagte nach der Kritik an seiner abfälligen Bemerkung über Hartz IV-Betroffene gegenüber der "Bild-Zeitung": "Na klar, ich entschuldige mich für den Witz - und ich rasiere mich, werfe den Hut weg." Es hätten sich nämlich viel mehr Anrufer über sein Aussehen beschwert, als über den "Hartz-IV-Witz". Die meisten hätten geschimpft, er sehe aus "wie ein Penner". Bei denen entschuldige er sich auch gleich, sagte der 56-Jährige.

Das Erwerbslosen Forum Deutschland ist weiterhin entsetzt, wie Gottschalk bewusst den Vorfall hinunter spielen will und stattdessen auf Zuschauer verweist, die sich über sein Outfit beschwert hätten. "Für uns bleibt die Frage, welches Menschenbild schleppt Thomas Gottschalk mit sich herum, wenn ihm spontan zu Bierdosen nur Hartz IV einfällt und jetzt den Anschein gibt, dass sein Outfit für die Zuschauer eine schlimmere Zumutung gewesen wäre, weil sich mehr beschwert hätten.


Wir warten dennoch die Stellungnahme des ZDF ab. In diesem Zusammenhang hoffen wünschen wir uns, dass Gottschalk die Sache doch etwas differenzierter betrachtet und die Klischees über Hartz IV-Betroffene korrigiert. Für uns Erwerbslose haben die leichtfertigen Unterstellungen, Unwahrheiten und Witze schon lange die Grenzen der Zumutbarkeit erreicht", so Martin Behrsing, Erwerbslosen Forum Deutschland.


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04 März 2007

Freie Presse im Odenwald?

Ist schon interessant wer, wo, welche Pressemeldungen abgeben kann… Es ist beispielsweise in den so genannten „Stadt- und Gemeindeanzeigern“ nicht gestattet, politische Aussagen zu tätigen, oder „überregionale Veranstaltungen“, das heißt „über die Stadt- oder Gemeindegrenzen“ hinaus (zum Beispiel im Odenwaldkreis), anzukündigen.

Komischerweise ist jedoch sehr oft ein Bericht von überregionalen Vereinen in den Blättchen drin, die „natürlich“ eine Anzeige schalten. Das heißt, hier entscheidet der Verlag, so wurde mir mitgeteilt.

Also wichtige Mitteilungen, wie zum Beispiel eine Veranstaltung der Initiative gegen Rechtsradikalismus werden abgewiesen (in Brensbach so geschehen), aber ein einseitiger Bericht von einem Eigentümer- und Vermieterverein aus Michelstadt wird im Breuberger Stadtanzeiger (für den die selbe Satzung gilt, da Bürgermeister Stosiek diese aus Breuberg übernommen hat) gedruckt, denn dieser Verein schaltet auch „kostenpflichtige Anzeigen“.

Was bedeutet dies wieder? Auch hier herrscht das Kapital vor. Denn nur „reiche Vereine“, die ständig kostenintensive Anzeigen schalten, dürfen auch „einseitige Pressemeldungen“ einreichen und haben Chancen auf Abdruck. Kleine Parteien, Vereine oder Initiativen, was "vom Volk - von der Basis" kommt, wird klein gehalten...

Bei reinen Werbeblättern, wie das aus Lützelbach mit eindeutiger parteilicher Richtung ist dies sowieso klar… Keine Chance – Nur abundan – Damit es nicht auffällt… Ansonsten nur Berichte über "Schautage von Banken, Mode- oder Autohäusern - Aufgemacht wie Presseberichte", die natürlich große und teure Anzeigen dort schalten! Da lässt das Kapital grüßen!

Was bleibt im Odenwald dann noch an freier Presse? Nur noch der Ableger aus Darmstadt, der von einem Mann gesteuert wird. Wer diesem nicht passt, kommt nicht rein.

Also dürfte man, (ähnlich wie Christian Klar – ok, das war nun sehr weit ausgeholt ;-) eben NICHT seine freie Meinung sagen, sondern das sagen, was der Redakteur hören, bzw. schreiben will und auch „seiner“ politischen Richtung entspricht. Dann steigen die Chancen gedruckt zu werden.

Unterm Strich hilft nur das Internet, was aber auch nicht alle Menschen haben. Aber auch dort darf man nicht alles zustimmend Abnicken. Viele bringen „ihre“ Ansichten, sowie politische Ab- und Zuneigungen ebenfalls mit in ihre „Odenwälder Geschichten“. Ich übrigens ja aber auch in meinem linken Blog... Ich gebe es ja zu... ;-) - Steht ja auch groß drüber!

Aber - Tolle freie (gedruckte) Presse, stimmt´s? Hier gilt:
Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!

Gottschalks Witz in "Wetten dass..." war voll daneben...

Pressemedlung des Erwerbslosen Forum Deutschland 04.03.2007:

Intendant
Markus Schächter
ZWEITES DEUTSCHES FERNSEHEN
ZDF-Straße 15
5127 Mainz

Thomas Gottschalk verhöhnt Hartz IV-Empfänger, Wetten das vom 03.03.2007 Erwartung einer offizielle Entschuldigung und Richtigstellung

Sehr geehrter Herr Schächter,

in der Sendung (Wetten das..) vom 03.03.2007 konnte durchaus der Eindruck entstehen, dass diese Sendung und ihr Moderator Thomas Gottschalk Hartz IV-Betroffene verhöhnt und indirekt als "Säufer" abstempelt. Wörtlich sagte Ihr Moderator in der Sendung bei der Wette Bierdosenstapeln: "Bierdosen sind doch Hartz IV-Stelzen". Zwar hat Thomas Gottschalk - offenbar auf Anweisung der Regie - vor laufenden Kameras gesagt: "Wenn man so was sagt, wie ich vorhin, dann überlegt man: Mensch, so ein Mist, das war völlig daneben." Eine Richtigstellung oder Entschuldigung ist dies aus unserer Sicht nicht, so dass der Eindruck bestehen bleibt, die Sendung (Wetten das) schiebt Hartz IV-Betroffene per se in die Kategorie "Säufer".

Wir erwarten von Ihnen als Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens, dass sich Ihr Sender schützend vor diese Menschen stellt und den 13,2 Mio. Fernsehzuschauern von gestern erklärt, dass Hartz IV-Betroffene keineswegs "Säufer" sind und auch keine "Hartz IV-Stelzen" benötigen. Selbiges erwarten wir selbstverständlich auch von Ihrem Moderator Thomas Gottschalk.

Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass ein erwachsener Hartz IV-Betroffener täglich einen Betrag von 3,69 EUR für Essen und Trinken zur Verfügung hat. Wir glauben kaum, dass man sich davon den Luxus von "Hartz IV-Stelzen" leisten kann. Weiterhin halten wir solche unbedachten Bemerkungen für äußerst bedenklich. Dies zeigt uns, dass das ZDF nicht seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag nachkommt. Bitte bedenken Sie auch, dass leider auch viele Hartz IV-Betroffene Rundfunkgebühren bezahlen müssen, weil sie zu spät ihren Bescheid erhalten haben oder sie manchmal auch nur wegen 1 EUR Zuschlag auf das Arbeitslosengeld II die vollen Rundfunkgebühren bezahlen müssen. Im übrigen wird Ihr Sender auch über Steuereinnahmen finanziert. Von daher haben das ZDF und Ihr Moderator Thomas Gottschalk eine besondere Verpflichtung gegenüber benachteiligten Menschen und Bildern, die in die Öffentlichkeit transportiert werden. Wir würden es für gut heißen, wenn Ihr Moderator sich einmal 3-5 Monate mit den Realitäten des Hartz IV-Satzes auseinander setzen würde. Dieser Brief geht als offener Brief auch an die Presse.

Mit freundlichen Grüßen

Das Orginalschreiben an das ZDF können Sie hier einsehen:
http://www.elo-forum.org/attachment.php?attachmentid=535&d=1173018276

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