28 September 2006

Reaktion aus Berlin...

Als ich unser hessisches Mitglied des Bundestages Wolfgang Gehrke über die Reaktionen der Odenwälder Grünen informierte, teilte er mir folgende Zeilen mit, die ich dann umgehend an deren Vorstand weiterleitete:


An den Kreisvorstand Odenwald Bündnis 90 / Die Grünen


Liebe Grüne Freundinnen und Freunde aus dem Odenwald,

Eure kritische Auseinandersetzung mit Eurer Bundestagsfraktion habe ich mit Sympathie gelesen. Mit geht es bei solchen Debatten wie zum Nahostkonflikt nicht um den Streit der Parteien, sondern darum, dass sich Vernunft in der Politik wieder einen Weg bahnt. Ich übermittle Euch mit diesem Schreiben den Entschließungsantrag der Fraktion DIE LINKE. zum Antrag der Bundesregierung, mit dem wir Vorschläge für politische Initiativen zur Lösung des Nahostkonfliktes
unterbreiten, und lade Euch herzlich ein, an der weiteren Diskussion teil zu haben. Mein Anliegen ist es, für eine Zusammenarbeit aller zu werben, die nicht wollen, dass die Merkels und Kochs in unserem Land noch lange den Ton angeben.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Gehrcke


MdB Wolfgang Gehrcke

Fraktion Die Linke.im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1 *11011 Berlin
Telefon: 030 227 73184 * Fax: 030 227 76185

23 September 2006

Aus „grün“ ist „olivgrün“ geworden

Pressemeldung der hessischen MdB der Like im Bundestag Werner Dreibus und Wolfgang Gehrcke:

23. September 2006

Aus „grün“ ist „olivgrün“ geworden

Zur Abstimmung der hessischen Abgeordneten im Deutschen Bundestag über den Einsatz der Bundeswehr im Libanon erklären die hessischen Bundestagsabgeordneten der Linksfraktion, Werner Dreibus und Wolfgang Gehrcke:

„Die Linksfraktion lehnt Auslandseinsätze der Bundeswehr konsequent ab und hat als einzige Fraktion im Deutschen Bundestag geschlossen gegen den Antrag der Bundesregierung gestimmt. Wir sind überzeugt, dass der Einsatz der Bundeswehr im Nahen Osten die Probleme nicht lösen und keinen Frieden bringen wird. Zudem birgt der Einsatz ein unkalkulierbares Risiko für die Soldatinnen und Soldaten. Deshalb haben wir bei der namentlichen Abstimmung mit Nein gestimmt.

Wir bedauern sehr, dass nur neun der 43 hessischen Abgeordneten den Einsatz abgelehnt haben.

Als skandalös empfinden wir das Abstimmungsverhalten der hessischen Abgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen. Alle fünf Vertreter – Matthias Berninger, Priska Hinz, Anna Lührmann, Omid Nouripour und Margareta Wolf – haben geschlossen mit der Großen Koalition gestimmt. Besonders erschütternd ist, dass die Grünen selbst in der Opposition ihre einstigen Positionen als Anti-Kriegs-Partei und Teil der Friedensbewegung in den Wind schießen.
Das Abstimmungsverhalten zum Libanon-Einsatz reiht sich ein in die Zustimmung der Grünen zum völkerrechtswidrigen Krieg im Kosovo und zur Beteiligung am „Krieg gegen den Terror“ in Afghanistan. Aus „grün“ ist „olivgrün“ geworden.“


Stimmverhalten der hessischen Bundestagsabgeordneten bei der Abstimmung zum Libanon-Einsatz der Bundeswehr


CDU

Brand, Michael , CDU/CSU, ja
Haibach, Holger , CDU/CSU, ja
Gehb, Dr. Jürgen , CDU/CSU, ja
Jung, Dr. Franz Josef , CDU/CSU, ja
Köhler (Wiesbaden), Kristina , CDU/CSU, ja
Lippold, Dr. Klaus W. , CDU/CSU, ja
Lips, Patricia , CDU/CSU, ja
Meister, Dr. Michael , CDU/CSU, ja
Pfeiffer, Sibylle , CDU/CSU, ja
Riesenhuber, Dr. Heinz , CDU/CSU, ja
Siebert, Bernd , CDU/CSU, ja
Steinbach, Erika , CDU/CSU, ja
Storm, Andreas , CDU/CSU, ja
Weiß (Groß-Gerau), Gerald , CDU/CSU, ja
Willsch, Klaus-Peter , CDU/CSU, ja


SPD

Amann, Gregor , SPD, nein
Bartol, Sören , SPD, ja
Eichel, Hans , SPD, nicht abgegeben
Hartenbach, Alfred , SPD, ja
Hauer, Nina , SPD, ja
Höfer, Gerd , SPD, ja
Lambrecht, Christine , SPD, ja
Lopez, Helga , SPD, ja
Raabe, Dr. Sascha ,SPD, ja
Reichenbach, Gerold , SPD, ja
Roth (Heringen), Michael , SPD, ja
Schmidt, Dr. Frank , SPD, nein
Veit, Rüdiger , SPD, nein
Wieczorek-Zeul, Heidemarie , SPD, ja
Zapf, Uta , SPD, ja
Zypries, Brigitte , SPD, ja


FDP

Dyckmans, Mechthild , FDP, nein
Gerhardt, Dr. Wolfgang , FDP, nein
Kolb, Dr. Heinrich Leonhard , FDP, nein
Otto (Frankfurt), Hans-Joachim , FDP, ja
Solms, Dr. Hermann Otto , FDP, nein


Grüne

Berninger, Matthias , BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, ja
Hinz (Herborn), Priska , BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, ja
Lührmann, Anna , BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, ja
Nouripour, Omid , BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, ja
Wolf (Frankfurt), Margareta , BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, ja


LINKE

Gehrcke, Wolfgang , DIE LINKE., nein
Dreibus, Werner , DIE LINKE., nein

Interessante Vorwürfe gegen die WASG-Odenwald

Wir hatten uns in der letzten Vorstandssitzung auf ein Positionspapier zu der Situation, durch die hohen Verluste der Linkspartei.PDS in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, verständigt. Dies sandten wir an den Vorstand der Linkspartei in Berlin und auch an die Presse:

Pressemeldung:

Positionspapier der WASG-Odenwaldkreis an die
Linkspartei.PDS Berlin

Odenwaldkreis (sk) Der Kreisverband Odenwaldkreis der Wahlalternative Arbeit& soziale Gerechtigkeit (WASG) und die WASG-Kreistagsfraktion sind in einer Sitzung einstimmig zum Ergebnis gekommen, dass die Freunde der BerlinerLinkspartei.PDS auf eine erneute Koalition mit der SPD verzichten sollten.

Dies teilten wir in einem Schreiben an den Vorstand der inkspartei.PDS in der Bundeshauptstadt mit. Es ist eine "Denkpause" nach den hohen Verlustender vergangenen Wahl nötig. Ein Einfaches "Weiter so" wäre den Menschen nicht zu vermitteln. So ist es dann auch möglich, die Spaltung zur WASG zu überwinden, damit das Projekt einer neuen Linken in Deutschland nicht weitergefährdet wird. Wir sind der Meinung, dies hätte auch eine positive Signalwirkung für die gesamte Linkspartei und WASG im ganzen Land.

Wir fordern die Berliner Linkspartei.PDS also auf, nicht in einen neuen
Senat einzutreten.

WASG Kreisverband Odenwaldkreis
Der Vorstand -
Berthold Pfeiffer / Uwe Hartmann /Norbert Luszczyk / Helga Marx /Tanja
Krieger / Stephan Krieger

Die Linke.WASG im Kreistag Odenwaldkreis
Die Fraktion -Uwe Hartmann / Erich Krichbaum
www.wasg-odenwald.info


Das Papier an die Linkspartei:

DIE LINKE.PDS
Landesverband Berlin –
Landesvorstand
Karl-Liebknecht-Haus
Kleine Alexanderstraße 28
10178
Berlin

Donnerstag, 21. September 2006
Liebe linke Freunde in
Berlin,

Vorstand und Kreistagsfraktion der Die Linke.WASG im
Odenwaldkreis haben bei einer gemeinsamen Sitzung die Situation nach den
Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern diskutiert.

Wir sind dabei einstimmig zu dem Ergebnis gelangt, dass die Koalition mit der SPD in Berlin auf keinen Fall fortgesetzt werden sollte. Gründe hierfür sind:

• Nach den hohen Verlusten ist zweifellos eine Denkpause erforderlich. Ein
Einfaches „Weiter so“ wäre den Menschen wirklich nicht mehr zu vermitteln.

• Die hohen Verluste machen es daher gerade gut möglich, ohne weiteren
Gesichtsverlust aus der Regierung auszuscheiden.

• In der Oppositionsrolle ist es wesentlich einfacher, eine vernünftige Wiederannäherung an die Berliner WASG zu bewerkstelligen, denn es ist doch absolut klar, dass die Spaltung so schnell wie möglich überwunden werden muss,
wenn das gesamte linke Projekt nicht im Ansatz scheitern soll.

• Wenn man zunächst einmal den Grünen die Regierungsbeteiligung überlässt, werden die sich zur Abwechslung mal die Finger verbrennen.

Wir fordern Euch also auf, nicht in einen neuen Senat einzutreten.

Mit solidarischen Grüßen

WASG Kreisverband Odenwaldkreis
Der Vorstand
Berthold Pfeiffer, Uwe Hartmann, Norbert Luszczyk, Helga Marx, Tanja
Krieger, Stephan Krieger

Die Linke.WASG im Kreistag Odenwaldkreis
Die Fraktion
Uwe Hartmann Erich Krichbaum


Dau möchte ich sagen, dass es nicht darum geht, nun in der Opposition zu bleiben. Nein es geht darum, sich erst einmal in einer neuen Linken, die zwischen WASG und LINKSPARTEI. angestrebt wird, “sich selbst” zu finden, um dann erst gemeinsam eine Regierung anzustreben.

Momentan sind die beiden Parteien, auch durch die sehr schwierige Lage in Berlin, noch zu sehr “mit sich selbst” beschäftigt und müssen erst einmal eine gemeinsame Linie finden! Die neue Linke ist nunmal “neu” und sollte die Opposition als Lehrjahre ansehen. Genau so, ist unser “Positionspapier” zu verstehen.

Weiterhin ist es, genau weil die Lage in Berlin so "verfahren" ist, eben einmal der "momentanen Opposition, den Grünen", doch mal das Feld zu überlassen. Genau das meinten wir mit "Finger verbrennen". Wir, die Linken, werden schon genau beobachten und es dann in einem erneuten Anlauf, in der Regierung besser machen. Also das Ziel sollte und ist eine Regierungsbeteiligung. Nur, wie schon öfters gesagt, bei Unstimmigkeiten lieber mal einen Gang zurück, sich neu sammeln und dann mit geballter Kraft das Ziel neu angehen.

Auch müssen wir natürlich mit allen linken Gruppen, auch den Trotzkisten und den SAVlern in Verbindung treten. Die "neue Linke" soll eine breite Linke aus "allen linken und sozialen Gruppen" werden. Eine Überwindung ist hier notwendig. Keiner soll ausgeschlossen werden.

In Berlin war weiterhin das Problem, dass Gegner der Politik von PDS und SPD in die WASG gingen. Damit war ein Konflikt schon vorbereitet.

Auch der Bundesvorstand der WASG hat fehler gemacht. das bestreitet auch niemand. Nur war ein solches Projekt, in dem es so viel verschiedene Strömungen und Meinungen gibt, um eben eine gemeinsame, starke Linke zu bilden, noch niemals dagewesen. Viele wollen sich hier auch nur profilieren und erhoffen sich vielleicht auch etwas. Die Mehrheit jedoch, das zeigen die jüngsten Umfragen, verlangen nach einer starken Linken, als Gegengewicht, zu der momentanen neoliberalen Übermacht in unserem Land.

Hier bin ich auch weiter überzeugt, dass "Falschmeldungen" und "Umformulierungen" von Meldungen der Linken, zu weiteren Turbulenzen in der Parteibildung führt. Auch das "Totschweigen der neoliberalen und regierungstreuen Presse macht mobil gegen die Linken! Dies zeigt doch auch, die Notwendigkeit der "neuen Linken"!

Wie weit ist denn unsere "neue Regierung" gekommen? Was wurde denn gehalten, was versprochen wurde? Wir wurden doch betrogen!?

- Rente mit 67!
- 3% Mehrwertsteuer!
- Kriegseinsätze!
- Weitere Steuerbelasungen und Zuzahlungen!

Nun ist die Zeit, dass sich die Linken eben "so schnell wie möglich" und "so eilig wie nötig" finden, eine gemeinsame Position gegen diese neoliberale Regierung einnehmen. Lösungen erarbeiten und die Regierung dann übernehmen können!

Ich erinnere immer daran, dass es die WASG garnicht geben würde, hätte die SPD nicht ihren sozialdemokratischen Pfad verlassen... Alle linken Kräfte in der SPD sind "niedergemacht" und melden sich nur ab und an wegen des "sozialen Gewissens"...

Ich bin der Überzeugung, Willi Brandt würde sich im Grabe umdrehen, wenn er sehen könnte, was aus der SPD geworden ist. Auch die Gewerkschaften sollten ihre Haltung einmal neu überdenken. Sie standen schon einmal ohnmächtig vor dem Scherbenhaufen Agenda 2010 und Hartz 4. Sommer sagte damals dazu "...Wenn diese Entscheidungen von der CDU gekommen wäre, hätte die Gewerkschaft sofort zu Protesten aufgerufen...!" (Film "Neue-Wut")

Dies sollten mal einpaar Stichworte zum Nachdenken sein...

Schönes Wochenende,
Stephan


Edit: Sorry für das vergessene "t" bei Willi Brandt!

01 September 2006

Die Spalter spalten sich weiter

Die Spalter spalten sich weiter (taz vom 31.08.2006)

Trotz Wahlkampf gehen die parteiinternen Querelen bei der WASG weiter. Nunkritisiert auch der Gewerkschaftsflügel die Unterwanderungsstrategie dertrotzkistischen SAV!

Es mutet fast schon tragisch an: Monatelang waren die Mitglieder derBerliner WASG mit nichts anderem beschäftigt, als sich im Streit um eineeigenständige Kandidatur bei der Abgeordnetenhauswahl untereinander zuzerfleischen. Nachdem nun die Fusionsbefürworter von allen Posten enthoben sind, möchte man meinen, dass sich die widerspenstige Truppe um die bekennende Trotzkistin und Spitzenkandidatin Lucy Redler mit allen Kräften in den Wahlkampf stürzt. Doch Pustekuchen: Der Spaltungsprozess geht weiter. Nach dem Landesparteitag in der vergangenen Woche geht nun auch derGewerkschaftsflügel der WASG mit der Führungsspitze hart ins Gericht. Einen Aufruf des Landesvorstandes "an die Arbeiter" bezeichnete WASG-Gewerkschaftsaktiv ist Ulrich Peter als "sektiererisch". Darin werde unter anderem der Aufbau einer "neuen Arbeiterpartei" gefordert. Peter kritisierte, dass der Vorstand immer stärker und offener trotzkistische Positionen der Sozialistischen Alternative Voran (SAV) "zu WASG-Positionen umettikettiert" habe. Linker Pluralismus sei offensichtlich verzichtbar geworden.Peter ist nicht der Einzige, der eine Unterwanderung durch die SAV - der auch Redler angehört - befürchtet. Nach dem Landesparteitag war bereits Stefan Müller von seinem Posten als Mitglied des geschäftsführendenVorstands zurückgetreten: Er war als Länderratsdelegierter nicht wiedergewählt worden (taz berichtete). In seiner Rücktrittserklärung wirfter der Spitze um Lucy Redler vor, dass seit einigen Wochen hinter seinem Rücken "Rufschädigung" begangen wurde. Er sei als "politisch unsicherer Kandidat" bezeichnet worden. "Was mich politisch traurig stimmt, ist dasWissen, dass diese Unkultur weitergehen wird", schreibt Müller. Er selbst gehört zur so genannten "Wasserkopf-Fraktion". Sie erhielt diesen Namen, weil sie anfangs vor allem mit Kampagnen gegen die Privatisierung der Wasserbetriebe von sich reden machte. Im Fusionsgerangel schlugen sich Müller und seine Anhänger auf die Seite von Lucy Redler. Müller ist nicht grundsätzlich gegen eine Fusion mit der Linkspartei. Doch von einereigenständigen Kandidatur gegen die regierende Linkspartei in Berliner hoffte er sich mehr Einfluss, um "Freiräume für linke Politik in der neuen Partei zu erkämpfen".Fortan arbeitete er an wesentlichen Strategiepapieren mit und galt als einer der wichtigsten Mehrheitsbeschaffer für den eigenständigen Antritt. Nun kritisiert Müller jedoch das Anliegen der Trotzkisten, die in der Berliner WASG bloß einen "wichtigen Schritt" in die "lichten Höhen des Sozialismus"unter "Führung der SAV" sehen. An einem Parteibildungsprozess hätten sie kein Interesse. Es dürfte nicht das letzte Rückzugsgefecht gewesen sein.
FELIX LEE

10 Juli 2006

“Glückwunsch” an Italien zum Sieg über Frankreich im Finale...

Nun ein Ein "Glückwunsch" in Gänsefüßchen, denn ein schönes Spiel war das keins.
Da waren unschöne Fauls, Italiener die den Franzosen “in den Rücken fielen”, da waren “unschöne Worte”, die den Nationalheld Frankreichs Zidane zu einer Handlung brachte, die es nicht zu Entschuldigen gibt...

Es muß schon heftig gewesen sein was Materazzi an Zidane weitergab, wenn die Reaktion außerhalb jeden Gefechts so extrem ausfiel. Natürlich ist so eine Handlung nicht zu dulden und rot gerechtfertigt - dennoch sollte auch der Provokant malunter die Lupe genommen werden.

Auch verbale Attacken sind unerlaubte Angriffe, für die es rot geben sollte.

Ein schönes Finale hätte ich mir anders vorgestellt.
So wie das “kleine Finale”!

Das war schön...



Das Finale in Zahlen:

6. Minute: Henry legt den Ball lang in den Strafraum der Italiener auf Malouda. Materazzi kommt von links - Foul. Schiedsrichter Elizondo pfeift sofort Elfmeter.

7.: Zidane spielt den Strafstoß als lockeren Heber auf das Tor von Buffon, der Ball springt von der Latte hinter die Linie.

10.: Sagnol zieht ab und Unglücksrabe Materazzi fälscht ab. Der Ball geht knapp vorbei.

19.: Barthez schlägt bei einer Ecke von Pirlo auf der Torlinie Wurzeln, in der Mitte kommen Vieira und Ribery gegen Verteidiger Materazzi zu spät, der aus sechs Metern einköpft.

36.: Toni kommt nach einer Ecke gegen Vieira zum Kopfball und trifft die Latte.

46.: Henry gibt aus dem Mittelfeld heraus Gas und dribbelt sich an drei Italienern vorbei. Der Schuss ist zu schwach.

54.: Zambrotta bringt fünf Meter vor dem Tor Malouda zu Fall, doch Elizondos Pfeife bleibt stumm.

62.: Der Ball ist im Tor der Franzosen, doch Stürmer Luca Toni köpfte das Zuspiel von Grosso aus Abseitsposition ein.

64.: Italiens Schlußmann Buffon kann sich bei einem Henry-Schuss auszeichnen.

77.: Pirlo mit einem Freistoß aus gut 30 Metern. Der Ball streicht nur Zentimeter am linken Pfosten des französischen Tores vorbei.

99.: Ribery spielt einen Doppelpass mit Malouda. Aus 13 Metern schiesst er nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.

104.: Buffon dreht einen Zidane- Kopfball über die Latte.

110.: Rot für Zidane nach einem Kopfstoß gegen Materazzi.

Elfmeterschießen: 2:1 durch Pirlo, 2:2 Wiltord, 3:2 Materazzi, Trezeguet trifft nur die Latte, 4:2 De Rossi, Abidal verkürzt, Del Piero zum 5:3, Sagniol 5:4, Grosso 6:4,

Italien ist um 22.41 Uhr Weltmeister.

05 Juli 2006

WM - Deutschland ist raus - Nun wird sichs zeigen...

Ich habe schon hier in Odenwald-Bisz was dazu gesagt! Lasst uns unsere Stimmung nicht kaputt machen und verdammt, zeigt weiter Flagge! Der Stachel der Niederlage gegen Italien sitzt auch bei mir noch tief, aber die WM endet am Abend des 9. Juli 2006! Wer jetzt schon seine Fahne herunternimmt, hat das Spiel nicht verstanden und sieht das ganze wirklich nur als Modeerscheinung an...

Deutschland braucht weiter dieses Gefühl, Deutschland muß auch weiterhin so zusammenstehen, auch nach der WM. Deutschland muß weiter ein guter "Freund", ein guter "Gast" und auch weiter ein guter "Gastgeber" sein! Lasst uns fair sein! Über die WM hinaus...


Die nächsten Tage werden es zeigen, ob wir "neuen" Deutsche es können!

04 Juni 2006

Sky Arena - Frankfurt am Main

Hut ab! - Das kann nur Frankfurt...

Ich habe die Sky Arena im TV gesehen und muß sagen, Hut ab, was hier zurm WM-Auftakt gezaubert wurde.


Das Thema der Sky Arena zur WM waren "11" EMOTIONS:

Glück, Euphporie, Trauer, Stolz, Freude, Wahnsinn, Respekt, Härte, Rausch, Extase, Ergeiz...

Es war eine einzigartige Komposition, die wirklich unter die Haut ging, denn es weckte die eine oder andere Erinnerung.

GUT GEMACHT, FRANKFURT!

Jetzt wünsche ich mir ein "Fair Play" und Ruhe an den Spielen... Ruhe vor Terror, Hooligans, Nazis und Faschisten!

01 Juni 2006

Ab in den Kongo mit Y-Reisen...

Jetzt ist es beschlossen. Unsere Bundeswehr muß in den Kongo...

Ich sehe die Sache als dahingehend problematisch, weil es dort ja auch diese so genannten Kindersoldaten gibt. Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, wenn ein Kind mit einer Waffe auf mich zielt und ich muß entscheiden, erschieße ich das Kind, und mir geht durch den Kopf, es ist ein Kind - Habe selber Kinder - oder er erschießt mich, denn das Kind dort, kennt es nicht anders...

Ich sehe das als Riesenbelastung.

Deswegen, warum müssen wir in den Kongo?
Warum sind hier keine Amerikaner dabei, die so gerne "Weltpolizei" spielen?

Selbst unsere Politiker sind skeptisch, dass dieser Einsatz auf dauer ein Erfolg ist...

Auch sollten wir dran denken, dass unsere Truppen auch noch in Afghanistan stationiert sind. Dort sind auch wieder Unruhen gemeldet.

19 Mai 2006

Meinung zu ParteiNEUbildung

Resolution – Die WASG-Odenwald und Stephan Krieger zu den administrativen Maßnamen des Bundesvorstands der WASG:

1. Die WASG-Odenwaldkreis sieht den alleinigen Antritt der WASG in Berlin als Versuch der Gruppierung SAV die WASG zu untergraben und als Plattform zu missbrauchen (dies publiziert auch diese Gruppierung auf ihrer Website).

2. Wurde der Sonderparteitag in Ludwigshafen und deren Ergebnis nicht als Grundlage für eine Entscheidung über einen alleinigen Antritt zu Grunde genommen. Nein, es wurde 5 Tage zuvor ein alleiniger Antritt in Berlin „herbeigewählt“.

3. So auch in Mecklenburg-Vorpommern. Hier wurde mit einer kleinen Gruppe von „passenden“ Befürwortern die Entscheidung über einen alleinigen Antritt „herbeigewählt“.

4. Wurde durch die Urabstimmung der Parteineubildungsprozess bestätigt! Auch hier wurde von einigen Gruppierungen versucht, diese zu manipulieren oder gar zu verhindern. Wir sehen eine Urabstimmung als absolut basisdemokratische Entscheidung!

5. Somit befürworten wir die administrativen Maßnahmen (das Absetzen des Vorstandes) und unterstützen somit die Entscheidung des BuVo.

6. War die mitregierende Linkspartei bevor es die WASG überhaupt gab schon an der Regierung!

7. Sehen wir es aber auch so, dass in der mitregierenden Linkspartei in Berlin nun ein „Umdenken“ passieren muss!

8. Möchten wir keine „ergebnisoffenen Diskussionen“ mehr. Jetzt ist es an der Zeit, gemeinsam eine starke Linke Kraft zu bilden und sich der Probleme der Menschen im Land anzunehmen. Kommunal wie bundesweit!

Die WASG-Odenwaldkreis, sowie auch meine Person, trägt und unterstützt die basisdemokratische Mehrheitsentscheidung der Urabstimmung und des Parteitages geschlossen! Wir stimmen gemeinsam voll der jetzt getroffenen Entscheidung des Bundesvorstandes zu.

Demokratie besteht auch daraus eine Mehrheitsentscheidung zu akzeptieren!
D A S IST DEMOKRATIE!

Ich zitiere einmal hierzu einen Auszug aus einem Leserbrief in der JW:

"Manchmal habe ich das meinen Schülern zugerufen, wenn sie in der 5. oder 6. Stunde etwas müde und lustlos vor mir saßen, aber es war ja immer übertrieben, das wußte ich, und das wußten auch die Schüler, sie sahen mich etwas mitleidig an, sie lächelten, und dann ging es trotz allem ganz gut.

Jetzt aber rufe ich es den Genossen von WASG und Linkspartei zu, die möglichst jeder für sich allein und mindestens gegeneinander kandidieren wollen: »Wild entschlossen, nichts zu lernen?« Nie etwas davon gehört, wie die Linken in Italien ihren großen Schritt voran gemeinsam geschafft haben? Nichts von der Volks Bewegung in Frankreich gehört? Nie gehört, welche Fortschritte die Linke in Südamerika macht? Auch nicht von den Bemühungen der griechischen Linken, zueinander zu finden? Wild entschlossen, nichts zu lernen? Tatsächlich? Millionen von linken Wählern haben gezeigt, welche Hoffnung sie auf eine vereinte Linke setzen. Wild entschlossen, auch daraus nichts zu lernen? Das kann ja wohl nicht wahr sein! Natürlich hat die WASG jedes Recht, einige schlimme Fehler in Berlin zu beklagen, die von Amtspersonen der Linkspartei gemacht worden sind, böse Fehler, aber wohl doch nicht aus bösem Willen! Selbstverständlich müssen wir darüber reden, aber doch innerhalb einer neuen Linkspartei! Wie kann die Bevölkerung uns glauben, daß wir einen neuen Anfang machen wollen, einen demokratischen Sozialismus, wenn wir öffentlich vortragen, daß wir nicht einmal ahnen, was das ist? Wild entschlossen, nichts zu lernen? Geht in irgendeinen Briefmarkenverein und seht Euch an, wie man es macht: Es gibt zwei unter- schiedliche Ansichten. Gut, die gibt es immer, hoffentlich, sonst bleibt ja die Welt stehen! Und dann spricht einer über den ersten Standpunkt, ein anderer über den zweiten Standpunkt, und dann stimmt man ab! Wild entschlossen, das nicht zu lernen? Dabei ist es ja nicht einmal sicher, daß die dann entstandene Mehrheit wirk- licht recht hat. Wie aber sonst soll man arbeiten? Hat die Mehrheit sich geirrt, wird man das merken, es wird erneut zu einer Debatte kommen, es wird wieder abgestimmt, und danach wird gehandelt! (...)

18 Mai 2006

Überleben in Deutschland: US-Handbücher mit tollen Tips zur WM

Spitzenartikel, der wirklich den Unterschied zwischen Deutschen und Amerikaner verdeutlicht...


"Deutsche ziehen sich einfach nicht oft wie Deutsche an",

warnt einamerikanisches "Überlebenshandbuch für Deutschland". Und im "Insiderführer"heißt es: "Versuchen Sie nie, einen Witz zu erzählen."Ein oberbayerische Trachtler präsentiert die älteste Lederhose DeutschlandsFoto: dpaNew York - Amerikaner, die zur Fußball-WM Deutschland bereisen, müssen sichschon mal auf eine Enttäuschung gefaßt machen: Kaum einer läuft mitLederhose herum, und erst recht nicht in Hamburg, wo die US-Mannschaft ihrQuartier hat. Entsprechende Hinweise gibt ein amerikanisches"Überlebenshandbuch für Deutschland", das zurzeit in New York in vielenBuchläden ausliegt. Andere populäre Ratgeber mit Verhaltenstipps für OldGermany tragen Titel wie "Sitten- und Etikettenführer Deutschland","Insiderführer durch das deutsche Leben" oder "Deutschland für Dumme".

"Autos sind in Deutschland heilig"

Die Bücher enthalten viele praktische Hinweise, auf die ein normalerAmerikaner nie kommen würde. Zum Beispiel: "Lehnen Sie sich nie gegen einfremdes Auto - Autos sind in Deutschland heilig. Vermeiden Sie biologischnicht abbaubares Verpackungsmaterial. Setzen Sie sich nie mit Badehose indie Sauna. Rufen Sie niemanden zwischen 20.00 und 20.15 Uhr an - dann läuftdie Hauptnachrichtensendung im Fernsehen."

Das ist der einfache Teil des Crash-Kurses Germany. Fortgeschrittene müssennoch viel mehr wissen. So lautet das Motto der WM zwar "Die Welt zu Gast beiFreunden", doch alle Ratgeber sind sich einig, daß es schwer ist, einenDeutschen zum Freund zu gewinnen. Zwar betonen sie, daß die meistenDeutschen nichts gegen Ausländer haben, aber ihre distanzierte Art mache esnicht gerade leicht, Kontakt herzustellen.

"Seien Sie zu Fremden besser nicht übermäßig freundlich"

Alles, was in Amerika zu einer freundlichen Begrüßung gehört - breitesLächeln, zur Schau gestellte Freude, Fragen nach dem Befinden - machtDeutsche eher mißtrauisch. "Seien Sie zu Fremden besser nicht übermäßigfreundlich", rät Richard Lord, der Verfasser von "Culture Shock". "DieDeutschen werden nur glauben, daß Sie etwas von ihnen wollen oder nicht ganznormal sind." Im besten Fall werde man als "typisch oberflächlicherAmerikaner" abgetan. "Deutsche sind von Natur aus ganz einfach keinesonnigen Frohnaturen.


"Was sich auch nicht empfiehlt: Positiv über Präsident George W. Bush zusprechen. "Wenn Sie die derzeitige US-Politik zu entschieden verteidigen,riskieren Sie Streit." Und noch etwas: In Deutschland behält man während desEssens das Messer in der Hand anstatt erst alles klein zu säbeln oder zuzermantschen und dann nur noch die Gabel zu benutzen. "Mit offenem Mund zukauen oder mit vollem Mund zu sprechen, gilt als unerzogen - genauso wieKaugummikauen."

"Die Deutschen sind nicht prüde"

Wer im Hotel oder sonst wo deutsches Fernsehen einschaltet, muß sich aufNacktszenen gefaßt machen. "Die Deutschen sind nicht prüde", erläutert derRatgeberautor Barry Tomalin, ein Experte für deutsche Unternehmenskultur."Was sie schockiert, ist nicht Sex, sondern Gewalt. So kommt es, daß Videos,die Sie für harmlos halten, in Deutschland Anstoß erregen können, währendProgramme, von denen Sie meinen, daß junge Teenager sie sich auf keinen Fallanschauen sollten, in deutschen Haushalten völlig akzeptiert sind."

Und dann noch ein letzter Tipp aus dem "Insiderführer": "Versuchen Sie nie,einen Witz zu erzählen. Überlassen Sie das einem gewissen Harald Schmidtoder Deutschen, die zu viel getrunken haben. Deutsche haben zwar Sinn fürHumor, aber mit der amerikanischen Variante hat er nichts zu tun."

WELT.de/dpahttp://www.welt.de/data/2006/05/18/888887.html
Artikel erschienen am Do, 18. Mai 2006