18 Mai 2006
Überleben in Deutschland: US-Handbücher mit tollen Tips zur WM
"Deutsche ziehen sich einfach nicht oft wie Deutsche an",
warnt einamerikanisches "Überlebenshandbuch für Deutschland". Und im "Insiderführer"heißt es: "Versuchen Sie nie, einen Witz zu erzählen."Ein oberbayerische Trachtler präsentiert die älteste Lederhose DeutschlandsFoto: dpaNew York - Amerikaner, die zur Fußball-WM Deutschland bereisen, müssen sichschon mal auf eine Enttäuschung gefaßt machen: Kaum einer läuft mitLederhose herum, und erst recht nicht in Hamburg, wo die US-Mannschaft ihrQuartier hat. Entsprechende Hinweise gibt ein amerikanisches"Überlebenshandbuch für Deutschland", das zurzeit in New York in vielenBuchläden ausliegt. Andere populäre Ratgeber mit Verhaltenstipps für OldGermany tragen Titel wie "Sitten- und Etikettenführer Deutschland","Insiderführer durch das deutsche Leben" oder "Deutschland für Dumme".
"Autos sind in Deutschland heilig"
Die Bücher enthalten viele praktische Hinweise, auf die ein normalerAmerikaner nie kommen würde. Zum Beispiel: "Lehnen Sie sich nie gegen einfremdes Auto - Autos sind in Deutschland heilig. Vermeiden Sie biologischnicht abbaubares Verpackungsmaterial. Setzen Sie sich nie mit Badehose indie Sauna. Rufen Sie niemanden zwischen 20.00 und 20.15 Uhr an - dann läuftdie Hauptnachrichtensendung im Fernsehen."
Das ist der einfache Teil des Crash-Kurses Germany. Fortgeschrittene müssennoch viel mehr wissen. So lautet das Motto der WM zwar "Die Welt zu Gast beiFreunden", doch alle Ratgeber sind sich einig, daß es schwer ist, einenDeutschen zum Freund zu gewinnen. Zwar betonen sie, daß die meistenDeutschen nichts gegen Ausländer haben, aber ihre distanzierte Art mache esnicht gerade leicht, Kontakt herzustellen.
"Seien Sie zu Fremden besser nicht übermäßig freundlich"
Alles, was in Amerika zu einer freundlichen Begrüßung gehört - breitesLächeln, zur Schau gestellte Freude, Fragen nach dem Befinden - machtDeutsche eher mißtrauisch. "Seien Sie zu Fremden besser nicht übermäßigfreundlich", rät Richard Lord, der Verfasser von "Culture Shock". "DieDeutschen werden nur glauben, daß Sie etwas von ihnen wollen oder nicht ganznormal sind." Im besten Fall werde man als "typisch oberflächlicherAmerikaner" abgetan. "Deutsche sind von Natur aus ganz einfach keinesonnigen Frohnaturen.
"Was sich auch nicht empfiehlt: Positiv über Präsident George W. Bush zusprechen. "Wenn Sie die derzeitige US-Politik zu entschieden verteidigen,riskieren Sie Streit." Und noch etwas: In Deutschland behält man während desEssens das Messer in der Hand anstatt erst alles klein zu säbeln oder zuzermantschen und dann nur noch die Gabel zu benutzen. "Mit offenem Mund zukauen oder mit vollem Mund zu sprechen, gilt als unerzogen - genauso wieKaugummikauen."
"Die Deutschen sind nicht prüde"
Wer im Hotel oder sonst wo deutsches Fernsehen einschaltet, muß sich aufNacktszenen gefaßt machen. "Die Deutschen sind nicht prüde", erläutert derRatgeberautor Barry Tomalin, ein Experte für deutsche Unternehmenskultur."Was sie schockiert, ist nicht Sex, sondern Gewalt. So kommt es, daß Videos,die Sie für harmlos halten, in Deutschland Anstoß erregen können, währendProgramme, von denen Sie meinen, daß junge Teenager sie sich auf keinen Fallanschauen sollten, in deutschen Haushalten völlig akzeptiert sind."
Und dann noch ein letzter Tipp aus dem "Insiderführer": "Versuchen Sie nie,einen Witz zu erzählen. Überlassen Sie das einem gewissen Harald Schmidtoder Deutschen, die zu viel getrunken haben. Deutsche haben zwar Sinn fürHumor, aber mit der amerikanischen Variante hat er nichts zu tun."
WELT.de/dpahttp://www.welt.de/data/2006/05/18/888887.html
Artikel erschienen am Do, 18. Mai 2006
25 Februar 2006
Gefunden in einer NG: Schlaf, Deutschland, schlaf...
Berlin, Freitag Nacht, eine Hinterhauswohnung, Martin-Luther-Straße.
Hamid genießt die scheuen Blicke. Die Bewunderung der sechs anderen, die
jetzt schon seit einer Stunde an seinen Lippen kleben, den Erzählungen
lauschen. Erzählungen von seiner Reise, seiner Mission. Seinem Krieg.
Und der ist heilig. Hamid ist zurückgekommen, für ein paar Tage ist er
jetzt hier in Berlin, das ihm "mal Heimat war", sagt er. "Gott,
war ich dumm."
Am Tag darauf wird er Al Quds gedenken, dem von Ayatollah Khomeini
geschaffenen Kampftag zur Befreiung Jerusalems. An dem Samstag wird er
mit rund tausend seiner muslimischen Brüder und Schwestern in den
Straßen Berlins demonstrieren, gegen Israel, gegen die Vereinigten
Staaten. Und dann wird er seine Mission weiterführen. "Irgendwo in den
Niederlanden." Wo genau, will er nicht sagen, nur daß es "dort
brennt, und heilige Kämpfer wie ich, die müssen am Brennpunkt sein".
Der Schläfer ist ein Reisender seines Gottes geworden. "Ihr nennt Leute
wie mich Schläfer", hatte er früher mal mit zynischem Lachen erklärt.
"Wenn Leute wie wir aufwachen, dann wird eure Welt explodieren."
Rückblende: Dieselbe Wohnung vor einem halben Jahr, vor Hamids Reise
nach Teheran und in den Irak. Er hat einen weiten Weg hierher
zurückgelegt, der ehemalige Student der Technischen Universität. Kiffer,
Säufer, Stricher. Aber dann ist irgend etwas geschehen, hat ihn irgend
etwas auf den rechten Weg zu seinem Gott zurückgebracht, so daß "ich
jetzt den Tod so sehr liebe, wie Du das Leben. Denn ihr habt uns, der
Gemeinschaft der Muslime, den Krieg erklärt". Die Fahrt in den Nahen
Osten war sein zweiter Trip mit einem klaren Ziel: "Wer Amerikaner töten
will, der muß in den Irak gehen."
"Und jetzt: Hast Du welche getötet?" Hamid schweigt recht lange.
"Ich habe gekämpft", sagt er dann. Die fünf Brüder, die um ihn herumsitzen,
strahlen ihn versonnen an. Junge Burschen zwischen siebzehn und 24 Jahre
alt. Zwei Türken, ein Tunesier, ein Jordanier, einer aus Algerien.
Keiner stammt aus den üblichen sozialdepressiven Biotopen gescheiterter
Integrationsmodelle, die so gern als Erklärung dafür herhalten müssen,
wenn junge Muslime aus dem Global Village direkt in den heiligen Krieg
ihres Gottes wegkippen. Alle fünf sprechen sehr gut Deutsch, alle haben
ihre Ausbildung erfolgreich hinter sich gebracht oder studieren. Und
alle träumen sie von einem Krieg, der ihnen heilig ist.
"Wir waren hier in diesem Land längst angekommen", sagt Hassan, 22
Jahre alt, Student, "aber jetzt seid ihr der Feind."
Was ist geschehen? Seine Erklärungen wirken routiniert, einem Mantra
gleich. Tschetschenien, Palästina, der Afghanistan-Krieg, Irak, er zählt
die Gründe auf. "Was hat das mit Dir zu tun, wieso treibt Dich, was dort
geschieht, hier in einen heiligen Krieg?" Er lächelt verächtlich.
"Ich bin Muslim, ich leide daran, was dort geschieht. Auch wenn ich Deutscher
bin. Aber das können Leute wie ihr nie verstehen. Ihr habt keinen Gott.
Ihr seid nichts." Wie er das sagt, spricht ruhiger, fast besonnener Haß
aus ihm.
Im Hintergrund läuft seit Stunden ein Fernseher. Al Dschasira spielt in
endlosen Wiederholungen die immergleichen Bilder von der Beerdigung
Jassir Arafats ab. Sie haben zugeschaut, und dann hat Hamid gesagt, "daß
unser nächstes Ziel der Judenstaat sein muß". Die fünf, die da Jüngern
gleich zu seinen Füßen sitzen, nicken eifrig mit dem Kopf, als Hamid nun
ein altes, zerfleddertes Flugblatt schwenkt, eines von Hisb Al Tahir.
Dem islamistischen Ableger der Muslimbruderschaft, die Otto Schily
längst verboten hat.
Die Hisb Al Tahir gibt es dennoch weiter, ist Sammelbecken für
Sympathisanten aus dem islamischen Mittelstandsmilieu. "Die Juden",
steht auf dem Flugblatt geschrieben, "sind giftiger Dolch im Herzen der
islamischen Nation". Den gilt es herauszureißen mit Stumpf und Stiel,
meint Hamid und deswegen hat es ihn nun für ein paar Tage nach Berlin
zurückgetrieben. Den Al-Quds-Tag mit zu organisieren. Zusammen mit
Hamas, der Hisbollah, der Muslimbruderschaft. Al Qaida Sympathisanten
und freien Mudschaheddin. "Was wir hier jedes Jahr sehen", klagt ein
Berliner Staatsschützer, "kann irgendwann der Super-GAU sein.
Sunnitische Islamisten und schiitische Islamisten arbeiten trotz aller
Gegensätze zusammen. Wenn sich das auswächst, dann Gnade uns Gott."
Warnungen, wie die des nordrhein-westfälischen LKA-Direktors Wolfgang
Gatzke, beschreiben die Gefahr. "Deutschland", so Gatzke im Frühjahr,
"ist keineswegs nur Rückzugsraum islamistischer Terroristen, sondern
Teil eines europäischen Gefahrenraums." Und irgendwann Ziel von
Anschlägen.
Ob in der Neuköllner Al-Nur-Moschee, wo der Vorbeter Imam Salem Al
Rafei, glaubt man Berliner Verfassungsschützern, schon mal den 11.
September 2001 als "heilige Mission" bejubelt haben soll oder in der
Mevlana Moschee, in der reisende Imame zum Haß gegen den Westen
aufrufen: In Berlin hat sich eine bestens organisierte Infrastruktur aus
islamistischen Gruppen herausgebildet. Der Gottesstaat ist längst
angekommen. Und bestens präpariert.
Saudische Gelder, wie die der Al-Haramein-Stiftung, sollen, so Berliner
Verfassungsschützer, beispielsweise die Al-Nur-Moschee mit zwei
Millionen Euro alimentiert haben. Die wird hauptsächlich von
arabischstämmigen Muslimen frequentiert. In ihrem Umfeld sollen
Terroranschläge durchdacht und geplant worden sein. So jedenfalls die
Erkenntnisse der Bundesanwaltschaft in ihrer Anklage gegen den Tunesier
Ihsan Garnaoui, der in Afghanistan zum Sprengstoffexperten ausgebildet
worden sein soll. "Durch die Tötung oder Verletzung einer Vielzahl von
Menschen sollte die westliche Welt gedemütigt und hierdurch die
muslimische Welt und ihre Wertvorstellungen verteidigt werden", schreibt
die Bundesanwaltschaft in der Anklage.
Allen Kriegen gegen den Terror zum Trotz finanziert eine
Saudi-Connection bis zum heutigen Tag den globalen islamistischen
Terror. Durchaus mit staatlicher Unterstützung aus Riad. Der Minister
für religiöse Angelegenheiten ist die treibende Kraft hinter der
Al-Haramein-Stiftung. Deren Gelder, wie die Petrodollars anderer
wahhabitscher Stiftungen, fließen in Moscheen und islamistische
Kulturvereine. In Neu-Ulm wie in Aachen. In Düsseldorf, Essen, Bochum.
In Hamburg und München.
Welt am Sonntag
--
Oft vereinigt ein Gemüte Dämlichkeit mit Herzensgüte. (Wilhelm Busch)
Treffende Charakterisierung der deutschen Gutmenschen. (-bs-)
"Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das
deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Latrinen-Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde." -- Napoleon
18 Februar 2006
Web, Foren und Kommunalwahl...
leider hatte ich in den letzten Tagen nicht so die Zeit, um hier zu posten...
Zum einen haben wir langsam in Richtung Kommunalwahl und Aufstellung der Kandidaten geplant: http://www.wasg-odenwald.de/kandidaten2006.htm! Auch brauchen wir hier noch einige Spender... http://www.stephankrieger.de/flyer/KTW_ODW_Gesundheit.pdf!!!
Auch gab es noch einige "Unstimmigkeiten, mit der Seite www.odenwald-geschichten.de , die hoffendlich nun beigelegt sind. Nachzulesen ist die Sache hier: http://www.wahlalternative-odenwald.de/viewtopic.php?t=222
Weiterhin ist mein seit 2003 laufendes Board www.stephankrieger.de/board/ mit Spaming bombardiert und seit Neuestem auch mit einer Abmahnwelle... Anwalt wurde deswegen eingeschaltet!
Sind das die ersten Folgen meiner Zugehörigkeit zur Linken? In Bayern ist es dazu ja ganz extrem: http://www.wahlalternative-odenwald.de/viewtopic.php?t=245 - Linke Ausländer dürfen nicht ins Land...!?
Sorry, aber ich bin kein Linksextremist, ich kämpfe politisch ledoglich für mehr soziale Gerechtigkeit! Ist das in unserem Land schon extrem?
Ich werde hier weiter berichten...
01 November 2005
Was ist nur los in Deutschland...
Ich frage mich ständig, wie soll das weitergehen!?
Ich habe von Insidern in meinem Beruf nun gehört, dass hier schon einige an Depressionen verfallen sind, nur weil diese nicht mehr so die Quote erfüllen wie früher!
Andere lassen sich zu fraglichen Geschäften hinreißen, die sich später rächen…
Ich kann allerdings mit gutem Gewissen sagen, dass ich ehrlich arbeite, das Ziel des Kunden im Auge habe und das Beste für diesen heraushole. Natürlich gibt es die eine oder andere „bessere“ Gesellschaft, aber auch andere haben ihre Daseinsberechtigung…
Aber nicht nur in der Vermögens- und Anlagebranche geht es nicht sooo blendend. Denken wir auch mal an die IT-Branche. Hier wurde früher richtig Geld gemacht! Heute weiß ich von Insidern aus der Firma S*P, dass dort ein großer Überlebenskampf stattfindet!
Es kann nur der groß werden der schon groß ist.
Das heißt nichts anderes. Kleine Unternehmer bekommen noch mehr Auflagen oder sollen mehr Steuern und Abgaben zahlen. Doch wer schon viel hat, bekommt automatisch noch mehr. Wenn er etwas droht mit Auswandern oder Abbau, noch viel mehr!
Momentan wird in Deutschland weiter die Angst geschürt! Angst vorm Kinderkriegen, Angst vor Jobverlust, Angst vor HartzIV, Angst davor, sein Haus, seine Wohnung zu verlieren. Was resultiert aus der Angst? Keiner hat den Mut zu Protest und lässt sich lieber von seinem Chef „zur Sau“ machen, da der Chef weiß, er hat Angst…
Wie soll das hier nur weitergehen?
20 Oktober 2005
Hitler in Mexiko
Mexiko - Hitler soll Chaos verhindern
19.10.05
In Mexiko-Stadt könnte Adolf Hitler die Bewohner bald von Plakaten zu besserem Benehmen im Straßenverkehr auffordern.
Derzeit werben Abbildungen von Saddam Hussein, Osama bin Laden und Mutter Teresa für einen geregelteren Umgang der Menschen in der 18-Millionen-Metropole. In Sprechblasen fordern sie Verkehrsteilnehmer auf, keine Schmiergelder an Verkehrspolizisten zu zahlen oder nicht in zweiter Reihe zu parken. Zu den ungleichen Botschaftern dürften sich den Initiatoren zufolge demnächst Hitler und US-Präsident George W. Bush gesellen.
Teresa ruft, Saddam warnt, Osama mahnt
„Zum Teufel, zahle keine Schmiergelder", ruft etwa Mutter Teresa den Bewohnern der mexikanischen Hauptstadt zu. Einige Straßen weiter warnt ein grimmiger Saddam: „Parke nicht in zweiter Reihe, du könntest Chaos verursachen“. Bin Laden dagegen ermahnt Fußgänger, stark befahrene Straßen über eigens für sie errichtete Brücken zu queren: „Ich sorge mich um dein Leben.“ Auf jedem der Plakate ist der Slogan zu lesen: „Von wem willst du es denn noch hören, bevor du es beachtest?“
Die ungewöhnliche Kampagne geht auf die Bürgerinitiative „Muevete Por Tu Ciudad“ (Rühr dich für deine Stadt) zurück. Eine Sprecherin erklärt, die Poster seien ironisch gemeint. „Sie sind ein Weg, die Aufmerksamkeit der Leute zu erregen.
“Initiative gegen Chaos, Kampf und Wut
„Wir wollen Aufregung auslösen. Wir haben es alle satt, in diesem städtischen Chaos zu leben. Jeden Tag gegen andere Fahrer in den Kampf zu ziehen, ist eine entsetzliche Energieverschwendung und weckt Wut in den Menschen.“
Meine Meinung:
Die Aufregung geht durch die Medien - Es ist geschafft, Aufmerksamkeit zu erlangen...
19 Oktober 2005
Die Lage im Herbst 2005
Im Netz gefunden:
Deutschland steht vor einem einzigartigen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Niedergang. Dieser Niedergang hat seine Hauptursache in der psychischen Verfassung des deutschen Volkes. So wenig wie ein psychisch labiler Mensch, ohne Selbstbewußtsein und Willenskraft, die Herausforderungen des Lebens zu meistern im Stande ist, so wenig kann ein Volk unter kollektivem Sühnewahn seine Zukunft meistern. Das deutsche Volk, organisch wie ein menschlicher Körper, wurde zum Objekt eines gewaltigen massenpsychologischen Experiments jener Siegermächte, die auch heute "Freiheit und Demokratie" unter dem Bombenhagel ihrer Luftflotten über die Völker der Welt zu bringen pflegen.
Republik mit Konstruktionsfehler
Die BRD ist nach Jahrzehnten der Existenz auf ihren Konstruktionsfehler gestoßen: Sie war nie eine Republik, war zu keinem Zeitpunkt souverän und hat sich niemals differenziert mit ihrem Gegenentwurf, dem Nationalsozialismus, auseinandergesetzt. Jede Diskussion über den Nationalsozialismus war unter dem Aspekt seiner völligen Verneinung, seiner unabdingbaren Ablehnung, gestellt. War unter der Ägide der Erlebnisgeneration noch eine halbwegs offene Diskussion möglich, ist sie heute vollständig verkrampft, inszeniert, reglementiert und unter Strafe gestellt, zum Ableger ursprünglicher Feinpropaganda geworden. Aus dieser Form der inszenierten Vergangenheitsbewältigung beziehen die "68er", die erste originäre BRD-Generation, ihre Machtbasis. Ihre Legitimation ist die permanente Sühnearbeit.
Es mag sein, daß die Erlebnisgeneration die NS-Zeit und den Krieg verdrängt hat. Dies aber war die Voraussetzung für das Wirtschaftswunder. Die volkspädagogische Vergangenheitsbewältigung als Herrschaftsinstrument ist dagegen die Ursache des Niederganges. Die Art und Weise dieser Beschäftigung mit der eigenen Vergangenheit ist zur Vorlage für den organisierten Volkstod geworden. Deshalb ist die Lösung dieser Grundfrage mit dem Ende der BRD unlösbar verbunden. Die goldenen Kälber der BRD, "Alleinkriegsschuld" und "Singularität der deutschen Verbrechen", sind gleichzeitig ihre Konstruktionsfehler, die nun den unaufhaltsamen Untergang einleiten.
Warum kommt dieser Untergang erst jetzt? Warum gelang es nach dem Zweiten Weltkrieg zur Wirtschaftsmacht aufzusteigen? Die BRD hat ihre wirtschaftlichen Erfolge denjenigen Menschen zu verdanken, die sie heute als "Nazideutsche" denunzieren. Es waren die Reste jenes "Nazi-Deutschland", die den Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder bewerkstelligten. Hier haben wir den Zusammenhang zwischen Arbeitsethos und wirtschaftlichen Erfolg. Nach der Etablierung jeder 68er, die den Umerziehungsgeist der Sieger verinnerlicht haben, konnte die Wirtschaft nur noch von den Resten jenes Ethos zehren. Heute haben wir eine Wirtschaft ohne Ethos. Und die Herrschenden vermögen nicht zu erkennen, daß sie mit der Negierung jener Phase zwischen 1933 und 1945 die schöpferischen Elemente zerstören. Die Unfähigkeit, eine identitätsschaffende "Volksgemeinschaft" als Lösungsvorschlag zu akzeptieren, kennzeichnet die Ausweglosigkeit des BRD-Systems.
Wirtschaft ohne Ethos
Wie die Fälle VW und Infineon zeigen, ist die Korruption in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Schon vorher haben wir korrupte Abgeordnete und Parteibonzen erlebt. Die Korruption ist die logische Folge eines um sich greifenden Egoismus, einer Gewissen- und Charakterlosigkeit, die sich die Maske formaler Korrektheit umgehängt hat. Da können die Banken und Konzerne noch so viele Kunstausstellungen finanzieren, sie bleiben die Totengräber der deutschen Volkswirtschaft. Dazu kommt das Fehlen jeglicher nationaler Präferenz als Folge nationaler Selbstverleugnung. Während die französische Regierung, wie jüngst im Fall des Übernahmeversuches von Danone durch Pepsi-Cola, ganz offiziell nationale Interessen verfolgt, will in Deutschland "die Politik der Wirtschaft keine Vorschriften machen". Umgekehrt geht es hingegen schon lange: Je skrupelloser ein Konzern seine Gewinne international privatisiert und seine Lasten national sozialisiert um so unverfrorener nimmt er Einfluß auf die Politik.
Die Wirtschaft ohne Ethos hat auch die Menschen deformiert. Der materialistische Mensch, ausschließlich auf persönlichen Reichtum fixiert, besitzt keinen Arbeitsethos. Er erwartet seine "Selbstverwirklichung" in einem genußvollen Leben. Dieses Anspruchsdenken ohne jedes Gemeinschaftsbewußtsein ist die gewollte Negierung der These "Gemeinnutz geht vor Eigennutz" und führte zum Ruin der Sozialsysteme.
Eine Regierung, die sich ein monströses "Holocaust-Mahnmal" zur Verherrlichung der eigenen Schuld in die Hauptstadt stellt, steht der Zukunft des Volkes im Weg.
In allen Bereichen richtet sich die praktische Politik gegen das eigene, als schuldbeladen betrachtete Volk. Das massenhafte Hereinholen unqualifizierter oder gar krimineller Fremder ("im Zweifel für die Reisefreiheit"), das Bemühen abgelehnte Asylbewerber im Lande zu behalten und weitere anzulocken, das Dulden der schleichenden Verdrängung der Deutschen in den Großstädten, die millionenfache Abtreibung deutscher Kinder, die demografische Katastrophe, das unablässige Verteilen von Milliarden von Steuergeldern an das Ausland - all das sind Kennzeichen eines tiefsitzenden Selbsthasses, der von der Herrschenden schon gar nicht mehr wahrgenommen wird. Wie anders ist die Hinnahme und Verharmlosung einer tickenden Zeitbombe in den Städten zu erklären? Jeder Blick in die Grundschulen und Kindergärten, wo kaum noch ein deutsches Wort zu hören ist, macht uns klar: Die politische Klasse beteiligt sich aktiv am Verrat des deutschen Volkes.
Der kollektive Selbsthaß wird von einer einzigartigen Diktatur politischer Korrektheit instrumentalisiert und verstärkt. Ihre Hauptwaffen sind die Medien und ihre Organisationsform sind die Parteien, die sich den "Staat zur Beute gemacht" haben. Ihre Macht fußt auf der Feigheit und Anpassungssucht der bürgerlichen Gesellschaft. Der BRD-Bildungsbürger vermag über die Überlebenschancen einer australischen Sumpfkröte zu debattieren, das Überleben des eigenen Volkes ist für ihn Tabu.
Die Zeremonienmeister der politischen Korrektheit achten über die Themen und die Begriffe der öffentlichen Diskussion. Mit pawlowschen Reflexen reagiert das Karrierebürgertum auf die Regieanweisungen der medialen Platzanweiser.
Wahlen ändern nichts
Wahlen ändern nichts, da sie stets zu den Bedingungen des Systems stattfinden. Die Systemparteien nutzen bereits im Vorfeld ihre Übermacht in den Medien. Parlament und Regierung zelebrieren eine Art Formaldemokratie. Auf dieser Spielwiese dürfen die Akteure den Bürgern das Stück von der "lebendigen Demokratie" vorspielen. Die Mächtigen kontrollieren sowohl "Regierung" als auch "Opposition". Das Protestpotential wird bei Bedarf durch das Hinzufügen einer weiteren Systempartei ("Linkspartei") absorbiert, die echte Opposition kriminalisiert und ausgegrenzt. Unter diesen Voraussetzungen ist das System scheinbar stabil.
Weil das System seine Stabilität ausschließlich auf Wachstum und Wohlstand gründet kommt es allerdings mit abnehmenden Wohlstand in Schwierigkeiten. Der "Kampf gegen den Terror" erlaubt noch den Ausbau des Überwachungsstaates, der nicht die Bürger vor dem Terror, sondern die Mächtigen vor dem Bürger schützen soll. Doch wie das Beispiel der DDR zeigt ist dieses System nur scheinbar stabil. Sobald die Hegemonialmacht (USA) von inneren Problemen zermürbt ist, schwinden deren Einflußkräfte. Die Ereignisse dieser Tage im Süden der USA (New Orleans) tragen klare Züge des Niedergangs. Es gilt sich jetzt auf die immer gültigen Kräfte zu besinnen.
06 Oktober 2005
Unternehmerische Weitsicht!
Verlogen und Kapitalistisch nennen mich einige radikale Linke, die es nicht verstehen wollen, dass auch Unternehmer Links sein können. Sie schreiben, ich sei „verlogen“ und veröffentlichen diese Schriften: „Wenn ihr es ernst meint, mit einer anderen Politik,solltet ihr solche Leute erst gar nicht "mitschleifen", wo so was endet könnt ihr bei der SPD gerade beobachten!“
Freude kommt bei meinem Schwiegervater und den Gewerkschaftern auf, wenn sie mitbekommen, dass ich Unternehmer bin. Ich bekomme meist anerkennende Worte.
Überrascht bin ich über mich selbst, dass ich as alter Sozialdemokrat diesen Schritt zur WASG getan habe.
28 September 2005
DU BIST DEUTSCHLAND...!?
Bisher habe ich auf nachfragen diese Statements zu der Kampagne der "Deutschen Eliten", oder die, die es meinen zu sein "Du bist Deutschland" bekommen:
Auf das, was "Mr. Tagesschau" Ulrich Wickert sage, "Frage nicht was Deutschland für dich tun kann, frage was du für Deutschland tun kannst (von John F. Kennedy)", frage ich mich, was sollen wir tun? Hinnehmen das die Steuern für die Reichen weiter gesenkt werden? Kredite aufnehmen und kaufen, daß der Einzelhandel gestärkt wird? Gegen die Gewerkschaften handeln und "bloß nicht aufmucken und streiken", alles hinnehmen und für weniger Geld arbeiten?
Ist "Du bist Deutschland" auch der HartzIV-Empfänger, der deswegen vom Prof. Dr. zum Straßenkehrer wurde, weil ihn sein Unternehmen mit knapp 50 vor die Tür gesetzt hat und er seine Altersvorsorge und Haus auflösen mußte?
Ist "Du bist Deutschland" auch die Familie, die 2 Kinder hat und deswegen keine Wohnung findet?
Ist "Du bist Deutschland" auch da, wo sich Nachbarn, wegen dem Schein einer 40-Watt-Birne gegenseitig verklagen?
Ist "Du bist Deutschland" auch das Land, in dem diese Medienkampagne von Leuten gemacht wird, die sich über das Morgen keine Sorgen mehr zu machen brauchen?
Das ist KEIN Gejammerte, das sind Tatsachen, oderwie der Markwort zu sagen pflegt "Fakten, Fakten, Fakten!"
Dazu meinte einer aus der Runde
Ihr seid Deutschland:
Ihr, die ihr mit "Slogans" wie Geiz ist geil oder "Lass dich nicht verarschen" dafür sorgt, dass Raffgier, Egoismus undÜbervorteilung anderer die tonangebenden deutschen Tugenden geworden sind.
Ihr, die ihr mit politischer und wirtschaftlicher Unterstützung den Deutschen die staatliche Rente aus- und die Altersversorgung mittels inzwischen komplett wertloser Aktien eingeredet, ach was, versprochen habt.
Ihr, die ihr die junge deutsche Generation als "Raubkopierer" und "Graffiti-Verbrecher" kriminalisiert, noch bevor sie zum ersten Mal auch nur versucht haben, einen Job zu finden.
Ihr, die ihr zu der Hälfte Deutschlands gehört, die 96,3 Prozent des gesamten deutschen Privatvermögens besitzt, während sich die andere Hälfte mit den restlichen 3,7 Prozent vergnügt.
Ihr, die ihr den Schwimmbädern, Schulen, Kitas, Sozial- und Jugendeinrichtungen die Gelder streicht oder sie einfach verkauft oder schließt, um euch gleichzeitig andauernd über PISA zu wundern.
Ihr, die ihr bei besserem Wissen so tut, als könntet ihr die Arbeitslosenzahlen verringern.Ihr, die ihr längst eine andere Sprache sprecht als die, zu denen ihr redet.Ihr, die ihr im Jahr 2005 immer noch nicht verstanden habt, wie man ein inzwischen Jahrzehnte altes "neues" Medium chancenreich nutzt und euch stattdessen weiterhin mit dem lächerlichen Versuch der Kontrolle desgleichen beschäftigt.
Ihr, die ihr uns erklären wollt, was wir sind, um euer Image aufzupolieren.
Ihr seid Deutschland! Also räumt den Saustall endlich auf.
25 September 2005
Offener Brief zu 'Stasi-Vorwürfe gegen die Linkspartei'
Die DDR ist seit sechzehn Jahren weg, die höchste Verjährungszeit für eine Straftat ist bei uns fünfzehn Jahre. Die Aufhebung der Verjährung für "IM", was natürlich für sich allein noch nicht mal eine Straftat ist, ist für die etablierte politische Szene wirklich eine passende Sache: Wenn es mal nicht so läuft, wenn man keine Ideen mehr hat, wenn die Wahlen unklar ausgehen, wenn der politische Gegner besser punktet, dann greift man einfach in großen Aktenschrank, und sagt: "Hier, der da, der war IM! – An den Pranger mit ihm!" Dann hat das Volk wieder einmal eine dicke Schlagzeile, und man kann in Ruhe weitermauscheln.
Zur Begründung meinte sie, die Öffentlichkeit habe ein Recht darauf zu erfahren, wer ein IM war? Sagt sie auch, auf welcher rechtsstaatlichen Grundlage die Öffentlichkeit dieses Recht angeblich hat? Nein, das sagt sie nicht. Es gibt ja auch keine. Im Gegenteil. Das thüringische Verfassungsgericht hat ein Gesetz wieder einkassiert, mit dem "enttarnten IMs" das Abgeordnetenmandat entzogen werden sollte.
Ebenso, wie es kein Recht der Öffentlichkeit gibt auf Kenntnis des genauen Alkoholkonsums jedes Abgeordneten. Das wäre aber vielleicht sogar noch wichtiger.
Wie wurde man eigentlich IM? Sicher gab es welche, die sich freiwillig meldeten, kleine Blockwartpersönlichkeiten. Die hat es schon immer gegeben. Die meisten haben sich aber nicht bei der Stasi beworben, sondern wurden angesprochen, man versprach ihnen Vergünstigungen, einen Studienplatz, einen besseren Arbeitsplatz, oder man setzte sie unter Druck mit früheren staatsfeindlichen Äußerungen, mit Verfehlungen, mit was weiß ich. Wenn man nur tief genug gräbt, findet man bei jedem etwas, womit man ihn unter Druck setzen kann.
Die IMs standen auf der untersten Stufe der Stasihirachie. Alle anderen, die im Staats- und Parteiwesen der DDR irgendetwas "geworden waren", standen höher. Und aus den alleruntersten, den Fußabtretern, den Sklaven, aus denen macht man jetzt den ewigen Feind.
Das ist dann neben den "Neonazis" und "Kinderschändern" die dritte Hassgruppe in unserer Hassgesellschaft. Sie kommt gerade recht, um die "Altnazis" abzulösen.
Warum kommt wohl Marianne Birthler jetzt mit "IM-Verdächtigungen an? Weil sie erstens Politikerin ist, zweitens eine Bilderbuchkarriere hingelegt hat und drittens bei den Grünen ist?
Wer sich wirklich dafür interessiert, was es mit den Stasi-Vorwürfen auf sich hat, könnte vielleicht bei www.sozialisten.de (das ist die Linkspartei) mit der Suchfunktion mal nach "Stasi" suchen. Das ist interessante Lektüre. Die Betroffenen sind zwar nicht direkt stolz drauf, aber sie schämen sich auch nicht annähernd so, wie es die GRÜNE Selbstgerechtigkeit gern hätte. Hier ist etwas über das Vokabular unter den "offiziellen" Mitarbeitern der Stasi, auch interessant: http://www.freitag.de/2000/13/00131701.htm
Noch etwas: So wie es aussieht, wissen Einige noch gar nicht, dass sie von der Stasi überhaupt als "IM" geführt wurden. Ich stelle mir gerade vor: Ein Bekannter könnte während seiner Bundeswehrzeit durchaus von einem Spion angesprochen und sogar ausgehorcht worden sein, ohne zu merken, was da läuft. Das war ja mitten im kalten Krieg. Und man ist mit Hunderten von Leuten zusammengekommen, auf Lehrgängen, auf Übungen, manche hat man nur einmal gesehen und dann nie wieder. Es könnte also irgendwann auch eine Stasi-Akte über diesen Menschen, ohne sein Wissen auftauchen.
Jetzt denken viele, naja, aber genau das geht doch aus der Stasi-Akte hervor, oder? Ob jemand nur so angesprochen und ausgehorcht wurde, oder ob jemand sich freiwillig gemeldet hat und bereitwillig Auskunft über andere gegeben hat. Nein, eben nicht. Selbst Leute, die sich regelmäßig jeden Freitag in der Kneipe an der Ecke bei einem Stasi-Offizier über Nachbarn und ihre Westverwandten ausgekotzt haben (ohne zu wissen, dass der Gegenüber von der Stasi war), wurden als IM geführt. Dazu bedarf es keiner Unterschrift, weil derjenige ja quasi ohne Auftrag Informationen lieferte.
Ist denn der Verfassungsschutz mit der Stasi gleichzusetzen? Spitzel und Denunzianten sind - für mich - in jedem System Lumpen, egal, wem sie dienen.
Dass die DDR zumindestens im Verhältnis zur Bundesrepublik, ein Unrechtssystem war ist unstreitig. Dass die Ungerechtigkeiten andere sind und andere treffen, macht sie nicht nichtexistent. Dass der Rechtsstaat ausgesetzt wird, wenn die Staatsraison das empfiehlt (siehe Bush in Mainz), macht die beiden Systeme aber durchaus vergleichbar.
Vielleicht sollte man die Leute erst mal selbst ansprechen, und nicht erst mal alles an die Presse geben, die dann auch, von der passenden Partei gesponsert, den „richtigen Aufhänger“ publizieren!
Übrigens Nazi-Offiziere haben im Bundestag gesessen bis sie vor Altersschwäche tot umgefallen sind.
12 September 2005
Nochmals zur Erinnerung, wie es 2010 aussehen könnte...
"Es ist Montag, der 3. Juni 2010, 5 Uhr morgens. Der Radioweckerreist Gunther S. (46) aus dem Schlaf. Der Oldie-Sender spielt ModernTalking. Herr S. quält sich aus dem Bett. Gestern ist es etwas spätergeworden. Bei der Arbeit. Dienst am Pfingstsonntag - mal wieder. Früherkonnte er danach wenigstens ausschlafen. "Ja ja, der Pfingstmontag",murmelt Herr S., "ist das wirklich schon sieben Jahre her?"
Es hat sich wirklich einiges getan seit damals. Nur nicht in seinem Haus.Als 2005 die Eigenheimzulage plötzlich doch gestrichen wurde, mussten sieeben Abstriche machen. Und inzwischen hat sich Familie S. darangewöhnt. An die frei liegenden Leitungen, den Betonfußboden.
Gut, denkt Herr S., dass damals die Garage noch nicht fertig war. Dennder Wagen ist längst verkauft. Zu teuer, seit es keine Kilometerpauschalemehr gibt. Und mit Bus und Bahn dauert es in die City ja auch nur zweiStunden.
Und was man dabei für nette Leute trifft. Zum Beispiel die Blondine, dieHerrn S. immer so reizend anlächelt. Zurücklächeln mag er nicht. Wegenseiner Zähne. Aber was will man machen? 3000 Euro fur zwei Kronen sindviel Geld. Und schon die Brille musste er selbst bezahlen. Hat dabei aber15 Euro gespart. Weil er nicht gleich zum Augen-, sondern erst zumHausarzt gegangen ist. Wegen der Überweisung.
Trotzdem: Der Urlaub fällt flach. "Das könnte Ärger geben zu Hause",stöhnt Herr S. vor sich hin. Traurig erinnert er sich an letzte Weihnachten.Als es nichts gab. 2009 wurde nämlich auch in der freien Wirtschaft dasWeihnachtsgeld gestrichen. Im öffentlichen Dienst ist das ja schon längerher. "Und bis wann gabs eigentlich Urlaubsgeld?", fragt sich Herr S. - erkommt nicht drauf.
Damals hatte man jedenfalls noch genügend Urlaub, um das Urlaubsgeldauszugeben. Heute sinds ja gerade mal 19 Tage im Jahr.
Pfingstmontag? 1. Mai? Geschichte. Das stand nicht auf der Agenda 2010 -so hieß sie doch, oder? Aber man soll nicht meckern. Die da oben, weißHerr S., müssen noch viel mehr ackern.
Darum kann Gunther S. mit der 45-Stunden-Woche auch ganz gut leben.Er hat auch keine Wahl. Seit der Kündigungsschutz auch in großenBetrieben gelockert wurde, mag man es sich mit den Bossen nicht mehrverscherzen. Wer will sich schon einreihen in das Heer von sechsMillionen Arbeitslosen? Aber den Feiertagszuschlag für den Dienst anPfingsten vermisst er schon. Was solls, in 23 Jahren hat Herr S. es hintersich. So üppig wird die Rente zwar nicht ausfallen, wenn das mit denNullrunden so weitergeht. Doch wer weiß: Vielleicht bringt ihn dasRauchen vorher um. Obwohl er weniger qualmt, seit die Schachtel neunEuro kostet. Aber heute, auf den letzten Metern zum Buro,steckt Gunther S. sich trotzdem eine an."
Deswegen für eine starke Linke,
dass es soweit nicht kommt...
Wählt die LINKE. und helft mit!
Am 18.September.2005:
www.die-einzige-wahl.de